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von mir auch noch alles gute zum geburtstag |
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Vielen Dank an alle! |
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Mein Blog kriegt nach langer Zeit auch mal wieder Futter.
Ich hatte heute die Gelegenheit, ein Vorserienmodell des Opel Ampera kurz probezufahren.
Schon vorher hielt ich das Konzept des Elektroautos mit Range-Extender für die momentan wohl beste Lösung (neben der Brennstoffzelle, dazu später mehr); darin hat mich die eigene Erfahrung weitgehend bestärkt.
Zunächst fällt die sehr gute Verarbeitung auf, nur die Plastikschalen in den Türen wirken etwas weniger hochwertig als der Rest.
Zudem hat der Ampera sehr bequeme Sitze mit viel Seitenhalt (das Testfahrzeug hatte Vollausstattung inkl. Leder). Hinten sitzt man auch angenehm, solange man sich zurücklehnt (wobei man dann durch die flache Dachlinie kaum aus dem Fenster sieht). Richtet man sich auf, stößt man aber schnell mit dem Kopf an die Decke, auch wenn man wie ich nur eine normale Größe von 1,83m hat.
Enttäuschend für ein Auto dieser Größe ist der Kofferraum, der zudem durch eine extrem hohe Ladekante unpraktisch ist.
Die Übersicht ist in alle Richtungen ziemlich bescheiden, die kleine Zusatzscheibe unter dem Heckspoiler bringt aber mehr, als man denkt.
Doch zum Wichtigsten: Der Ampera macht richtig Spaß beim Fahren.
Ich konnte ihn leider nur innerorts testen, aber die Beschleunigung von 0 auf 70 ist genial. Die 370Nm drücken den Fahrer durchaus in den Sitz, und das konstant über die gesamte Dauer der Beschleunigung, nicht nur an "Drehzahl-Peaks". Das Gefühl, sehr schnell zu beschleunigen (tatsächlich braucht er 9 Sekunden auf 100) wird natürlich dadurch verstärkt, dass die Reifen auf der im Falle meiner Probefahrt nassen Fahrbahn das bei weitem lauteste Geräusch darstellen und es mangels Getriebe keinerlei Schaltunterbrechungen gibt.
Der Benzinmotor schaltet sich zwar ohne Rucken oder ähnliches, akustisch aber unangenehm zu. Er hört sich auch bei geringer Belastung angestrengt an und die Drehzahlsprünge beim Beschleunigen klingen unschön.
Zum Fahrwerk kann ich nach der Fahrt in der Stadt nicht allzu viel sagen. Es ist aber recht komfortabel und die Lenkung ist leichtgängig, aber direkt.
Insgesamt denke ich also weiterhin, dass der Ampera ein sinnvolles, alltagstaugliches Auto ist, das sogar Spaß machen kann. Die Raumökonomie ist, auch bedingt durch Akkus und das Bestreben nach geringem Luftwiderstand, das einzige echte Manko neben dem sehr hohen Preis von 42000€. Durch eine Reichweite von 500km wird ein Hauptproblem von Elektroautos behoben, ohne deren großen Vorteil, nämlich rein elektrisch kürzere Strecken (in diesem Fall bis zu 60km) zurücklegen zu können.
Zur Alternative "Brennstoffzelle": Darüber habe ich heute mit dem Direktor für "E-Mobility" bei Opel, Enno Fuchs, gesprochen. Er ist der Ansicht, die ich auch teile, dass Wasserstoff langfristig die beste Lösung zur Energieversorgung von Autos ist. Momentan seien jedoch noch Edelmetalle zur Herstellung der Brennstoffzellen nötig, die beispielsweise einen Ampera ca. 90000€ teuer machen würden. Zudem stelle die Herstellung von Wasserstoff in großen Mengen ein Problem dar.
Bis zur übernächsten Generation von Brennstoffzellen will Opel diese Probleme weitgehend gelöst haben, so dass eine Serienproduktion gestartet werden kann.
Als auch längerfristig größtes Problem identifizierte er aber die fehlende Infrastruktur. Weder Mineralölkonzerne, noch Autohersteller seien bereit, die nötigen (sehr großen) Investitionen zu tätigen, um ein Tankstellennetz für Wasserstoff aufzubauen.
Was denkt ihr vom Opel Ampera oder anderen Alternativen? |
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